Zum Buch:
Der Trip beginnt mit einem waghalsigen, einem gefährlichen Experiment. Wie erlebt ein schizophrener Mensch seine Krankheit? Wie geht er um mit seiner inneren Zerrissenheit, Zwiespältigkeit, der extrem gestörten Wahrnehmungsfähigkeit? Der junge aufstrebende Psychiater Majer will eben dies herausfinden und begibt sich auf die riskante Suche. Ausreichend mit den bekannten Symptomen vertraut, lässt er sich kurzerhand in eine geschlossene Anstalt einweisen, getarnt als Schizophrener will er das Verhalten seiner Mitpatienten beobachten und studieren. Was Majer dabei sieht oder auf schmerzhafte Weise körperlich erfährt, die Gespräche mit verwirrten Insassen, all das empfand ich beim Lesen wie einen leichten Druck auf der Brust, der sich – je länger das Experiment dauert steigert bis zum Gefühl der Beklemmung. Spätestens in dem Moment, in dem Majer sich entscheiden muss, die Grenzen endgültig zu überschreiten, war ich froh als Leser den “Stecker” einfach rausziehen zu können, wann immer ich wollte, Im Gegensatz zu Majer. Das Experiment gerät außer Kontrolle, als der einzige Mensch, der Majers Geheimnis kennt, stirbt und ihn jetzt niemand mehr aus der Irrenanstalt befreien kann. Der wahre Trip beginnt. Axel Vits, Der andere Buchladen, Köln

