Zur Autorin/Zum Autor:
ahar Ben Jelloun wurde am 01.12. 1944 in Fès, Marokko geboren. Wegen des Verdachts, eine studentische Demonstration organisiert zu haben, wurde er im Juli 1965 in Marokko in einem Straflager interniert und konnte erst Jahre später sein Studium wieder aufnehmen. 1971 emigrierte er nach Paris, wo er seither als Publizist und Schriftsteller lebt. Für Die Nacht der Unschuld erhielt er 1987 den »Prix Goncourt«. Papa, was ist ein Fremder? eine Unterhaltung mit seiner Tochter Mérième über Rassismus, wurde in 25 Sprachen übersetzt und war ein weltweiter Bestseller. Für den Roman über ein marokkanisches Foltergefängnis, Das Schweigen des Lichts (2001) wurde ihm 2004 der renommierte internationale »IMPAC-Literaturpreis« zugesprochen. 2006 wurde Ben Jelloun mit dem »Prix de la Paix de l’Association des Nations Unies en Espagne« ausgezeichnet und der Roman Verlassen veröffentlicht, in dem der Autor dem massenhaften Exodus aus Nordafrika ein figuren- und facettenreiches Gesicht gibt.

