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Autor
Benario, Olga; Prestes, Luiz Carlos

Die Unbeugsamen

Untertitel
Briefwechsel aus Gefängnis und KZ. Die portugiesischsprachigen Briefe übersetzt von Niki Graça
Beschreibung

Im Zentrum der sehr persönlichen Briefe der sich liebenden Widerstandskämpfer steht das in Haft geborene und dann weggenommene gemeinsame Kind.

Die deutsche Jüdin und Komintern-Agentin Olga Benario wurde Ende 1936, nachdem sie in Brasilien an einem misslungenen Aufstand beteiligt gewesen war, hochschwanger an Nazideutschland ausgeliefert. In Gestapo-Haft in Berlin gebar sie kurz darauf ihre Tochter Anita, die ein Jahr bei ihr in der Zelle lebte, bevor sie in die Obhut der brasilianischen Großmutter gegeben wurde. Olga Benario gehörte später zu den ersten weiblichen Häftlingen im KZ Lichtenburg und in Ravensbrück. 1942 wurde sie in der NS-Tötungsanstalt Bernburg ermordet.
Ihr Lebenspartner und der Vater ihres Kindes, der brasilianische Offizier Luiz Carlos Prestes, verbrachte die Jahre 1936 bis 1945 in Rio de Janeiro in Isolationshaft. Er war Anführer des Aufstandes gegen die Regierung Vargas und seit Mitte der 1920er Jahre als »Ritter der Hoffnung« bekannt.
Der Briefwechsel der beiden Gefangenen konnte unter den größten Schwierigkeiten der Distanz, der Sprache und der Zensur selbst noch während Olga Benarios Inhaftierung im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück aufrechterhalten werden. Im Zentrum der Briefe steht das Schicksal des kleinen Mädchens.
(Klappentext)

Verlag
Wallstein Verlag, 2013
Format
Gebunden
Seiten
270 Seiten
ISBN/EAN
978-3-8353-1327-9
Preis
24,90 EUR

Zur Autorin/Zum Autor:

Olga Benario (1908-1942), deutsche Kommunistin und Widerstandskämpferin, reiste 1935 als Leibwächterin von Luiz Carlos Prestes nach Brasilien, wo sie an Deutschland ausgeliefert wurde. Nach Gefängnis- und Konzentrationslageraufenthalten wurde sie 1942 ermordet.

Luiz Carlos Prestes (1898 -1990), als »Ritter der Hoffnung« verehrt, gilt heute als eine der prägendsten Figuren der brasilianischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Nach dem missglückten Aufstand von 1935 verbrachte er fast zehn Jahre in Einzelhaft in Rio de Janeiro.