Sachbuch

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Buchempfehlungen Sachbuch

Autor
Fröbe, Turit

Die Kunst der Bausünde

Untertitel
Beschreibung

Wer kennt das nicht – da geht man an einem schönen Sommertag durch die Stadt und bleibt plötzlich wie angewurzelt vor einem Haus stehen, das dem Katalog des architektonischen Grauens entsprungen sein muss. Man sieht es sich eine Weile ungläubig an und geht dann kopfschüttelnd raschen Schrittes weiter. Mit Turit Fröbes wirklich witzigem Buch „Die Kunst der Bausünde“ kann man sich das Umherlaufen sparen und sich daheim auf der Couch den Bauch halten vor Lachen.
(ausführliche Besprechung unten)

Verlag
Quadriga, 2013
Format
Gebunden
Seiten
179 Seiten
ISBN/EAN
978-3-86995-053-2
Preis
16,99 EUR

Zur Autorin/Zum Autor:

Turit Fröbe, geboren 1971, studierte Kunstgeschichte und Klassische Archäologie in Marburg sowie Europäische Urbanistik in Weimar. Seit 2005 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Studiengang Architektur der Universität der Künste in Berlin. 2001 entdeckte sie ihr Herz für Bausünden und begann ihre Sammlung anonymer Alltagsarchitektur. 2007 erschien ihr erster Abreißkalender mit 365 Bausünden. 2012 wirkte sie an der Sommeraktion „Deutschlands schönste Bausünden“ im ZDF-Magazin „aspekte“ mit.

Zum Buch:

Zugegeben, das Haus, in dem ich gerade wohne, macht von außen einiges her: heller Sandstein, hohe Fensterbögen, verspielte Erker. Die Bruchbude nur drei Hausnummern weiter dagegen könnte es mit links in Turit Fröbes Auswahl tödlicher Bausünden schaffen. Brauner, fleckiger Klinker, mindestens aus den Siebzigern, wie man ihn oft bei derlei Altherrenkneipen findet. Aber in Turit Fröbes großartigem Buch findet man auch so schon genug schaurig-schöne Bausünden, da braucht es die olle Bude von drüben nicht. Ob in Nürnberg, Hamburg oder Göppingen, in Braunschweig, Dessau oder dem schönen Castrop-Rauxel, immer hat die Frau, die von sich sagt, sie hätte vor zwölf Jahren ihr Herz für Bausünden entdeckt, den richtigen Riecher (und ihre Kamera dabei), um herauszupicken, was wir als Normalbürger am liebsten abgerissen und in Containern zerkleinert sehen würden. Doch wenn man sich so durch die Seiten blättert, dann meint man irgendwann, ihr doch recht geben zu müssen, sind doch manche dieser „architektonischen Katastrophen und visuellen Umweltsünden“ auf den dritten Blick so hässlich und völlig fehl am Platz, dass sie schon wieder einen gewissen Reiz versprühen – auch wenn der sich in Grenzen hält. Auf jeden Fall ein Buch zum Blättern und Lästern und zum Viel-Spaß-dabei-Haben. Übrigens ein ideales Geschenk, nicht nur für angehende ArchitekturstudentInnen.

Axel Vits, Der andere Buchladen, Köln