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Seefahrt mit Huhn

Autor
Soudée, Guirec

Seefahrt mit Huhn

Untertitel
Monique und ich und unsere ungewöhnliche Weltreise. Aus dem Französischen von Barbara Neeb und Katharina Schmidt
Beschreibung

Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen, wie es so schön heißt. Und das trifft mit absoluter Sicherheit auf das womöglich ungewöhnlichste Paar zu, das je gemeinsam eine Reise unternommen hat: Guirec und Monique, der junge Bretone und sein Haushuhn. Ein Abenteuer der ganz besonderen Art.
(ausführliche Besprechung unten)

Verlag
MALIK Verlag, 2020
Seiten
320
Format
Gebunden
ISBN/EAN
978-3-89029-538-1
Preis
18,00 EUR
Status
lieferbar

Zur Autorin / Zum Autor:

Guirec Soudée, Jahrgang 1992, stammt von der kleinen Insel Yvinec in Côtes-d’Armor. 2014 brach er mit einem Segelboot, benannt nach seiner Heimatinsel, zu einer Weltreise auf. Seine Begleiterin: Monique – das wohl einzige Huhn, das weiß, wie man segelt, und sich am liebsten von Fisch ernährt. Zusammen legten die Freunde in fünf Jahren rund 45.000 Seemeilen zurück.

Zum Buch:

Vom Segeln hat der 21jährige Bretone Guirec Soudée absolut keine Ahnung. Die Gebiete, auf denen er sich auskennt und am wohlsten fühlt, sind das Apnoetauchen und das Surfen. Guirec lebt, vom Vater getrennt, mit seiner Familie auf Yvinec, einer winzigen Insel in der Nordbretagne, und von klein auf hat er sich vom Meer angezogen gefühlt. Eine Karriere auf dem Festland, eingesperrt in einem Büro mit Kunstpflanzen und Neonröhren anstelle eines strahlenden, weit offenen Himmels, kann er sich beim besten Willen nicht vorstellen, weshalb er auch wenig Energie ddafür aufbringt, in der Schule mitzuhalten. In der 10. Klasse – und nachdem er von der 13. Schule verwiesen worden ist – beschließt er, seinen Weg allein zu finden, irgendwo draußen auf dem Meer. Er entsinnt sich, dass auch sein Vater früher davon geträumt hat, die Weltmeere zu erkunden, und so ergattert Guirec einen Job auf einem Garnelenkutter, um das nötige Geld für ein Segelboot aufzubringen. Was ihm vorschwebt, ist keine Weltumseglung im typischen Sinn. Er will zunächst den hohen Norden der Arktis erkunden, und dann … mal sehen.

Doch als es schließlich so weit ist, beginnen auch schon die Probleme. Der Motor macht nicht mehr mit, und das bereits eine Stunde, nachdem er die Küste hinter sich gelassen hat. Doch Guirec ist ein Kämpfer, so leicht gibt er nicht auf.
Was ihm jedoch seiner Meinung nach fehlt, ist ein Tier zur Begleitung, wie es bereits sein Vater vorgeschlagen hat. Auf den Kanarischen Insel legt er einen letzten Stopp ein, um Vorräte zu bunkern, bevor er die große Überfahrt über den Atlantik wagt, und noch ehe er sich versieht, ist er stolzer Besitzer einer hübschen Haushenne mit leuchtend rotem Kamm und Kehllappen: Monique.

Was nun beginnt, ist die vielleicht sonderbarste und amüsanteste Reisebeschreibung der letzten Jahre, und darüberhinaus pflegt Guirec Soudée einen Erzählstil, der alles ist außer steif und trocken, wie man es als Leser zuweilen von Reisebeschreibungen gewohnt ist. Das Abenteuer, dass er hier beschreibt, ist mindestens so einzigartig wie die Protagonisten, und man wird nicht müde, mehr zu erfahren und die beiden auf ihrem langen, langen Weg zu begleiten.

Axel Vits, Der andere Buchladen, Köln