
Das Buch bietet eine zusammenfassende Darstellung eines musikanalytischen Ansatzes, der auf der Archetypenlehre von C. G. Jung basiert. Anhand eines illustrierten Beispiels aus Schuberts Schaffen wird die Methodik zur Interpretation unbewusster archetypischer Strukturen in der Musik fundiert vorgestellt. Dabei wird die Bedeutung dieser Strukturen für den Transformationsprozess der musikalischen Sprache erörtert und eine Verbindung zur Biografie sowie zu kulturhistorischen Ereignissen ohne Pathologisierung hergestellt. Zudem werden Impulse für die zukünftige Forschung gegeben, die sich aus diesem differenzierten Musikverständnis ergeben — insbesondere für die „Jungianische“ musik- und kunstbasierte Forschung sowie die Musiktherapie.