
Vorwort Der Titel dieses Buches ist nicht zufällig gewählt. Die „Gedankensplitter“ versammeln eine Reihe von mal kürzeren, mal längeren Essays zu ganz unterschiedlichen Themen aus den Bereichen Philosophie, Theologie, Wissenschaft und Kunst und sind hervorgegangen aus den Beschäftigungen des Autors mit diesen Disziplinen. Das Themenspektrum ist entsprechend weit. Die Abhandlungen reichen vom Stand des menschlichen Bewusstseins über die Frage, ob es noch verbindliche oberste Werte gibt, dem Zusammenhang von Mystik, Meditation und Nahtoderlebnis oder dem Ende der Kunst, der Frage nach dem Bösen oder der menschlichen Willensfreiheit. Breiten Raum nimmt auch immer wieder die Frage nach Gott und dem Stand der zeitgenössischen Theologie und ihren Widersprüchen ein. Insofern gibt es bestenfalls eine innere, aber keine äußere Systematik. Die Reihenfolge der Essays ist damit eine zufällige, ihre Anordnung allein dem Datum ihrer Entstehung geschuldet, die sich etwa über zwei Jahre hinzog. Dabei geschah ihre Niederschrift nicht in der Absicht, sie zu einem bestimmten Zeitpunkt zu veröffentlichen, sondern verstand sich als Selbstbefragung des Autors in der Art eines intellektuellen Tagebuchs. Erst das Zureden von Freunden hat den Autor bestimmt, seine Überlegungen auch einem breiteren Kreis der Öffentlichkeit zugänglich zu machen