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DIE VIER DUETTE BACHS AUS DEM DRITTEN TEIL DER CLAVIERÜBUNG. Versuch einer Deutung.

Autor
Christian Overstolz

DIE VIER DUETTE BACHS AUS DEM DRITTEN TEIL DER CLAVIERÜBUNG. Versuch einer Deutung.

Beschreibung

1. Die Worte Victimae paschali laudes (Lobgesänge dem Passaopfer) werden im ersten Duett von Bach so umgesetzt, dass das wenig ausgeprägte Auf und Ab des mönchischen Gesangs auf eine volle Oktave ausgeweitet wird. Ergebnis ist ein Tiratenpaar, das dem Lobpreis grosses Gewicht gibt. Es gibt 22 Tiratenpaare. Ihre Zahl ist abgestimmt auf Psalm 22 (Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?), der wie kein anderer zum Lob des Passaopfers (Lamm Gottes, Christus) passt. 2. Das zweite Duett hat einen Mittelteil, dessen Thema sich scharf vom „Et resurrexit“ der h-Moll-Messe abhebt. Was Bach in diesem Teil seines Duetts zeigt, sind Versuche zur Auferstehung, die scheitern. Dies wäre zweifellos häretisch, gäbe es nicht bei Wipo die dritte Strophe, in der das Duell zwischen Tod und Leben beschrieben wird. Bach beschreibt dieses Duell und beendet seine Komposition mit der Wiederholung des jubilierenden Anfangsteils nach 149 Takten: RESURREXIT (gematrisch). 3. Dem dritten Duett mit seinem Osterjubel liegt keine Strophe Wipos zugrunde. 4. Der Höhepunkt von Wipos Sequenz sind die Worte: Scimus Christum surrexisse (Wir wissen, Christus ist auferstanden). In den Takten 26-31 und 58-70 des vierten Duetts präsentiert Bach eine kraftvolle Melodie, die mit Wipos Worten übereinstimmt. Das zweite Mal erstreckt sich die Melodie in der oberen führenden Stimme über 43 Töne, die nach einem langen Anstieg erreicht werden. Die 43 aber ist Bachs bekannte Zahl für CREDO (3+17+5+4+14). Mit der Vereinigung von Scimus und Credo wird das Zentrum des christlichen Glaubens dargestellt.

Verlag
epubli
ISBN/EAN
978-3-565-11644-7
Preis
26,00 EUR
Status
lieferbar