
Was passiert, wenn du jahrelang „Alles gut!“ sagst – und irgendwann selbst nicht mehr weißt, ob das noch eine Lüge ist oder schon ein Reflex? „Hinter den Masken – Geschichten von Schatten und Licht“ ist ein Buch über das Innenleben, das im Alltag gern unsichtbar bleibt. Über Depression, über mentale Gesundheit und psychische Gesundheit, aber nicht als Fachtext, nicht als Lehrbuch, nicht als Therapie-Handout. Sondern als ehrliche, manchmal bittere, manchmal überraschend komische Annäherung an das, was viele kennen und trotzdem selten aussprechen. Hier geht es um Erschöpfung, die nicht einfach mit Schlaf verschwindet. Um dieses „Funktionieren“, das von außen nach Disziplin aussieht, innen aber nach Überleben schmeckt. Um Gespräche, die man führt, während man sich selbst dabei zusieht, wie man lächelt und innerlich langsam auf „stumm“ schaltet. Um Masken, die wir tragen, damit niemand merkt, wie laut es in uns ist. Und um den Selbstwert, der nicht dramatisch explodiert, sondern leise bröckelt: Tag für Tag, Satz für Satz, „Morgen wird’s besser“ für „Morgen wird’s wieder“. Dieses Buch ist kein Wohlfühlratgeber. Es verspricht keine Wunderheilung, keine 7 Schritte zum Glück, keine Insta-Positive-Vibes-Nummer. Es ist ein Spiegel, direkt, emotional, stellenweise zynisch (weil Humor manchmal das letzte ist, was noch trägt). Und genau darin liegt die Kraft: Es erlaubt, sich wiederzuerkennen, ohne sich zu schämen. Es nimmt Betroffene ernst, ohne sie zu bemitleiden. Es gibt Angehörigen Worte, wo sonst nur Ratlosigkeit steht. Für alle, die selbst kämpfen. Für alle, die jemanden lieben, der kämpft. Und für alle, die begreifen wollen, dass „funktionieren“ nicht automatisch bedeutet, dass es einem gut geht.