
Erben und Vererben ist ein komplexes Thema mit einem hohen emotionalen Konfliktpotential. Im ersten Teil geht es um die Akteure, die bei der Aufteilung eines Vermächtnisses dabei sind. Das sind der Erblasser, die Erben, die berufenen und die ungerufenen Berater, die Brandbeschleuniger der ersten und zweiten Reihe, die kompetenten und die weniger kompetenten fachkundigen Berater. Im zweiten Teil geht es um die Frage, wie man selbst mit Gelassenheit mit Ärger und Ungerechtigkeiten umgeht. Der Werkzeugkasten hierbei findet sich in den mentalen Techniken der Resilienz, abgestimmt auf die besonderen Herausforderungen bei Erbstreitigkeiten. Der dritte Teil zeigt Wege und Moderations- und Mediationstechniken auf, um auf eine außergerichtliche Einigung hinzuarbeiten. Der vierte Teil zeigt die komplexen Verzahnungen einer besonders vielschichtigen und extremen Auseinandersetzung auf. Die Botschaft aus dem Fall ist ernüchternd: Auch wer am Ende Recht zugesprochen bekommt, gehört zu der Gruppe der Verlierer. Bei diesen Streitigkeiten gibt es, so die Botschaft, keine Gewinner. Aber der Fall zeigt auch an vielen Stellen: Man muss zum richtigen Zeitpunkt loslassen können, auch wenn man im Prinzip Recht hat. Mitunter sind es Kleinigkeiten und falsche Weichenstellungen, die in einer Sackgasse enden. Es ist viel für eine einvernehmliche Lösung gewonnen, wenn man beizeiten die vielen Kleinigkeiten ernst nimmt