
Diese Arbeit untersucht die Befunde einer ethnografisch arrangierten Studie zum Fachprinzip Offenheit in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA). Sie kann als Ordnungsleistung sozialen und pädagogischen Handelns verstanden werden, in und mit der sich die Verhältnisse von Offenheit und Geschlossenheit, Zugang, Zugehörigkeit und Ausschluss fortlaufend neu konstituieren. In dieser Dynamik offenbart sich Offenheit als bedingte Offenheit, die soziale Differenzen sowie räumliche Positionierungen und Ordnungsverhältnisse (mit)-hervorbringt. Offenheit ist weniger als Zustand, sondern als relationale (pädagogische) Herstellungsleistung und Ordnungsfigur sozialer, räumlicher und zeitlicher Verhältnisse im Plural zu begreifen. Sie setzt daher eine reflexive Kundigkeit im pädagogischen Alltag und Herstellungsbemühungen und -praxen voraus.