
Im Sommer 1829 reist der 20-jährige Felix Mendelssohn Bartholdy mit seinem Freund Carl Klingemann durch die schottischen Highlands. Die Reise hinterlässt Spuren in seinem Werk: Noch unterwegs skizziert Mendelssohn erste Takte seiner späteren „Schottischen Symphonie“ und entwirft den Beginn der Ouvertüre „Die Hebriden“. Doch Mendelssohn ist nicht nur Komponist, sondern auch ein begabter Zeichner. Seine Landschaftsskizzen und die geistreichen und humorvollen Briefe der zwei Reisenden lassen ihre Route und Erlebnisse lebendig werden. Katharina Granzin folgt den Spuren der beiden durch das Schottland von damals und heute. Tag für Tag erzählt sie ihre Reise, verbindet Briefe, Zeichnungen und kulturhistorische Hintergründe erstmals zu einem Gesamtbild und zeigt, was die Landschaften und Orte für die Reisenden von 1829 bedeuteten – und was von ihnen bis heute geblieben ist. Mit Vorschlägen für Wanderungen und Spaziergänge lädt sie dazu ein, Mendelssohns Wege selbst zu erkunden. Ein Exkurs zu den musikalischen Anklängen an Schottland im Werk von Felix Mendelssohn Bartholdy ergänzt das Buch.